Peter guitar player, founder and songwriter of Suzen's Garden

Peter

[guitars]

Songwriter & Gitarrist der Band

Wie alles anfing…

Im Alter von 12 Jahren saß ich abends in der väterlichen Werkstatt und lötete meine ersten Röhren- und Transitorverstärker zusammen, baute Scheinwerfer und Dimmer und hatte meinen Spaß als Kassetten-DJ. Etwas später fing ich dann an, auf einer alten Musima- E-Gitarre rumzuklimpern und stellte mit Freude fest, dass man Röhren ja auch zum Verzerren bringen kann und das Ganze ja noch viel cooler klingt. Spätestens da hätten meine Eltern reagieren müssen wenn sie mich in einen seriösen Beruf hätten stecken wollen. An dieser Stelle noch mal Danke, dass Ihr an dieser Stelle versagt habt 🙂

Suzens Garden - Peter ganz jung

Ich hatte schon immer einen an der Matraze…

Peter, der Techniker…

Als ich 14 oder 15 war, sprach mich plötzlich die heimische Eingeborenen-Band an, ob ich mich vielleicht mal um das – nennen wir es mal vorsichtig – „Equipment“ kümmern könnte. Was soll ich sagen – die Aktion artete in eine gigantische, scheinbar nie enden wollende Löt- und Rödelbaustelle aus. Letztendlich machte die Band (zu Zonenzeiten) dann ihre Einstufung (die brauchte man im Osten um überhaupt spielen zu dürfen) und ich war mit sofortiger Wirkung staatlich anerkannter Bandtechniker mit Mittelstufe. Man, ich war stolz wie Bolle…

Während meiner Ausbildung zum Elektroniker habe ich dann schon mehrere Bands betreut und in unserem Jugendclub abgemixt.

Peter 1987

1987 – beim Aufbau eines – für uns damals – gigantischen Gitarrenstacks

Die stressigste Zeit sollte aber noch kommen: Als Zivi-Schwein hat man ja viel Zeit und so bewarb ich mich bei einem PA-Verleih und musste schon am Tag meiner Bewerbung eine Veranstaltung fahren. Nun ja, in diesen 18 Monaten hatte ich dann einschließlich Weihnachten 4 freie Wochenenden. Aber es war eine coole Zeit – ich habe viele Bands auf dem Pult gehabt, von Stars bis Sternchen. Und das allerschönste war, dass ich die gesamte, hart erarbeitete Kohle auch gut verprasst habe – immerhin war ich ja auch Musiker und mein tiefergelegter, supersportlicher  Audi 100 hatte auch immer was. Ich bin mir sicher, dass ich immer noch nicht ausgelastet war. Sonst hätte ich folgendes nicht getan: Ich habe dann eine Stelle in einem Musikladen angenommen und mich da um den Pro-Audio- und Studiobereich gekümmert und parallel in einem Studio gearbeitet. Eine ganz neue Welt! So hieß es erst mal lernen, lernen, lernen. ADAT, Sampler, Computer, Routing, MIDI und all das ganze Teufelszeug. Das Schlafniveau war nun auf 4-5 Stunden gesunken. Tagsüber im Laden, abends bis tief in die Nacht hinein im Studio, Bandbetreuung und am Wochenende Beschallung und/oder Proben. Wenn ich das heute noch mal machen sollte, würde ich mich lieber für eine Konditor-Karriere entscheiden. 1997 habe ich dann meine eigene Firma gegründet. Ich habe mich – abgesehen von der Eventbetreuung – auf Festinstallationen von Audio-, Licht-  und Videotechnik, sowie Showcontrol und Steuerung spezialisiert. Das mache ich bis heute.

Peter, der Musikant…

Man mag es kaum glauben. Aber ich war auch noch als Musikant unterwegs. Mit 15 hatte ich meine erste eigene Combo. Ich spielte Gitarre und war Sänger zugleich. Dreckig, schlecht aber witzig. Wir waren sogar im örtlichen Jugendclub eine Weile die Hausband und hatten alle 14 Tage ein Konzert. Ich habe heute noch Aufnahmen aus dieser Zeit die ich Dir jetzt aber erspare, hihi. Während meiner Ausbildung spielte ich dann in der Southern-Rock-Band „Stampede“ mit. Ich sag’s mal so: Es ist ein hartes Brot, vor hundert besoffenen Bikern zu spielen. Aber ich nahm meine ersten echten Bühnenerfahrungen mit und erkannte außerdem, wie hart doch das Brot des Musikers sein kann (und natürlich auch wie viel Bier nötig ist, um mit dem Scheiß klarzukommen…).

CRAZZ

Crazz-Wir waren jung und brauchten das Geld… v.l.n.r. Wallo (Git, Voc), Jakopps (Dr), Icke (b,voc)

In meiner Studiozeit betreute ich dann eine komische Deutsch-Rap-Metal Band mit dem Namen Barcode. Ich kümmerte mich um die Aufnahmen, Synthies und das Equipment. Das echte Problem der Combo war, dass sie keinen Bassmann hatten. Da kam dann ich in’s Spiel und die Band hieß ab sofort „CRAZZ“. Es waren goldige Zeiten. Gefüllte Säle und Clubs, geplatzter Plattendeal, Chaos, Spaß und Weiber. Hätten wir uns nicht irgendwann auflöst, wären wir heute wahrscheinlich Millionäre – wir Idioten! Der Schlussknall bei „CRAZZ“ war so heftig, dass ich jetzt die Mucke für 15! Jahre an den Nagel gehängt hatte. Doch dann juckte es wieder…

Crazz – Sucider

Crazz – Wahnsinn (Herrenzimmer-Mix)

2007 gründete ich dann eine Band namens „valiD blU„. Nach einer Weile hatte ich dann neue Erkenntnisse: Musiker sind noch genauso wie komisch wie früher (ich benutze ganz bewusst nur das Wort „komisch“) und was früher Stand der Dinge in Sachen Songs produzieren war hatte keinerlei Gültigkeit mehr. Ich verbrachte wieder viel Zeit vor meinem Apfel-Rechner, probierte (für mich) neues Teufelszeug aus und schrieb Songs vom Weltuntergang und anderen Freuden.

valiD blU

Leider zerschlug es die Band dann irgendwann. Ich glaube es lag daran, dass wir nicht aus dem Proberaum rausgekommen sind. Für mich persönlich ruht das Projekt aber nur. Irgendwann wird es das Projekt wieder geben und die Songs veröffentlicht. Kommt Zeit, kommt Mucke….

Während dieser Zeit lernte ich dann Suzen kennen. Wenn man darüber nachdenkt, dass wir jetzt mit Suzen’s Garden ständig auf Achse sind und der Erfolg (meiner Meinung nach) überhaupt nicht mehr zu verhindern ist, muss ich immer noch schmunzeln wenn ich daran denke, dass ich sie damals – als sie mal zu einer valiD-blU-Probe kommen wollte, per eMail wieder ausgeladen habe. Ich war der festen Überzeugung, dass Weiber in der Band einfach Scheiße sind und Pech bringen. Nun ja – heute streiche ich mir bedächtig durch mein schütteres Haar und sage im freudschen Philosophen-Ton: Hätte ja sein können… Quatsch mit Soße! Es geht mit großen Schritten voran und es fetzt wie Sau. Außerdem machen so die getrennten Toilettenanlagen in unserem Proberaum auch wieder einen echten Sinn 🙂

Livegear_Peter2

Live Equipment

E-Gitarren: Fender Stratocaster, Squier Stratocaster (PU’s mod. Di Marzio & Saymor Duncan)
Amplification: Hughes & Kettner Coreblade, Boss Tuner
Akustik-Equipment: Höfner Guitars, T.C.Electronic Preamp
Strings: Fender Super Bullets, Martin Acoustic SP
Monitoring: Rhines Custom Monitors, Sennheiser wireless
Cabling: Klotz, Neutrik